Meerforelle(Salmo trutta trutta)
Größe:
durchschnittlich 50-80 cm , maximal bis 140 cm
Gewicht:
durchschnittlich 15 kg , maximal bis 50 kg
Vorkommen:
An den Küsten Europas vom Nordmeer bis zur Ostsee und Biskaya.
Beschreibung:
langgestreckter torpedoförmiger Körper , Seiten grausilbern , Rücken graugrün , Bauch weiß , Fettflosse
Lebensweise:
Die Meerforelle ist ein Wanderfisch . Sie zieht zum Laichen in die Süßwasserflüsse.
Nahrung:
Fische, Würmer, Insekten
Laichzeit:
Dezember - März
Fangsaison:
In der Regel zwischen März und September ist aber stark gewässerabhängig.
Schonzeit:
länderabhängig
Köder:
kleine Köderfische , Würmer , Spinner und Blinker , Wobbler , Streamer , Trocken und Nassfliegen

Spinnfischen
Spinnfischerei ist die häufigste Art von Küstenfischerei, eine allround Methode die den Ausüber viele Möglichkeiten gibt, sich wechselnden Verhältnissen anzupassen.
Eine 8-9 Fuß Rute, mit einem Wurfgewicht von 10-30 Gramm eignet sich in den meisten Fällen. Dazu eine Stationärrolle mit 200 Meter Schnur von 0.20-0.25 Millimeter dicke, und eine Auswahl an Pilken, Blinkern und Küstenwobblern. Für die Tage wo die Meerforelle immer wieder an die Rutenspitze kommt ohne zu beißen, dürfen auch nicht Wasserkugel und ein paar Fliegen fehlen.
Spinnausrüstung wird von den meisten bevorzugt und es werden zahlenmäßig auch mehr große Fische hiermit gelandet als mit Fliege. Die ganz großen Fische halten sich in der Regel weiter draußen auf, wo sie größere Beutetiere jagen, und für den Fliegenfischer außer Wurfreichweite sind.
Zu den erfolgreicheren Kunstködern gehören Blinker wie Toby, Smelt, Sølvpilen und Jensen Tobis. Küstenwobler wie Gladsax, Hingsten und Kutlingen, dürfen bei der Ausrüstung nicht fehlen, da sie auch beim langsamen Einspinnen gut sind. Diese sind deshalb ideal beim Angeln im kalten Winterwasser, wenn die Fische träge sind.
Im Frühjahr und im Herbst wenn die Wassertemperatur ideal ist, und die Fische aktiv jagen, kann man umgekehrt die Köder schnell und am besten mit variierten Bewegungen einspinnen.

Ein gutes Gespann:
Ich verwende häufig ein Gespann aus einem Tobis-Blinker und einer Naßfliege.
Die Montage ist denkbar einfach- ein 50cm langes Vorfach an dem eine ca. 7-10cm lange Laufschnur
angeknotet wird. Am Ende der Laufschnur wird die Fliege befestigt. Das 50cm lange Vorfach wird zwischen
Blinker und Wirbel geschaltet. Die Meerforellen beißen zu 80% nur auf die Fliege. Ein anderer Vorteil dieser
Montage ist, daß man weniger Fehlbisse hat, denn den starren Blinker kann sich die Forelle leichter abschütteln.
Die Fliegen-Blinkermontage ist da flexibler!!!!

P.S.: und in der Dämmerung kann man sogar, mit ein wenig Glück, eine Dorschdoublette an Land ziehen!


Wasserkugel und Fliegen
Bei Bedarf kann der Spinnfischer von seinem fliegenfischenden Kollegen abgucken.
Sollte es der Fall sein, daß die Fische sich nur für ganz kleine Beutetiere interessieren, kann man auf Fliegen umsteigen. Als Wurfgewicht benutzt man eine sogenannte Wasserkugel, die mehr oder weniger mit Wasser gefüllt wird. Das Wasser macht das Wurfgewicht aus, und Kugel und Fliege lassen sich weit von der Küste werfen. Die klassische Wasserkugel ist kugelrund und durchsichtig. Sie wird durch zwei Löcher gefüllt und kann auf- und zugemacht werden. Die Kugel ist mit zwei Ösen versehen, eines für die Schnur und eines für Vorfach und Fliege.
Heutzutage werden die sogenannten "Durchlaufschwimmer" immer häufiger angewendet. Diese können glasklar sein oder aber starke Signalfarben haben, die auf langem Abstand sichtbar sind. Der Durchlaufschwimmer ist länglich und muss wie die klassische Wasserkugel vor dem Angeln mit Wasser gefüllt werden. Wird der Schwimmer nur teilweise gefüllt, treibt er, wird er ganz gefüllt, sinkt er langsam. So kann man Wurfgewicht und Angeltiefe einstellen.
Die Schnur wird durch ein längsgehendes Loch im Schwimmer geführt und am Ende wird ein Sprungring oder ein Wirbel befestigt. Daran befestigt man das 2-4 Meter lange Forfach zur Fliege.
Der deutliche Vorteil bei dem Durchlaufprinzip ist der direkte Kontakt zur Fliege, dadurch kan man vorsichtige Bisse registrieren und rechtzeitig Anhieb geben. Außerdem spürt der Fisch keinen Widerstand vom Schwimmer, wenn er die Fliege nimmt.
Das Einholen der Fliege muß ungeheuer langsam erfolgen, wesentlich langsamer als die meisten erwarten. Man wirft und bremst dann Schwimmer und Fliege mit dem Zeigefinger unmittelbar bevor der Schwimmer landet. Dieser Vorgang sorgt dafür das Vorfach und Fliege ausgestreckt sind und man gleich effektiv angelt.
Man läßt dann die Fliege leicht sinken und beginnt dann das Einspinnen, das eher eine Art Einholen ist. Man läßt die Rolle eine halbe Umdrehung machen, dann wartet man ein bißchen bevor eine weitere halbe Umdrehung gemacht wird. Dies wird fortgesetzt bis der Wurf ausgefischt ist und dauert einige Minuten.
Die benötigten Fliegen für diese Art von Angeln, sind im Prinzip die gleichen, wie die, die im Abschnitt über Fliegenfischen erwähnt wurden.

Laufpose und Fischfetzen(Hering)
Sollte man keine Lust haben die ganze Zeit auszuwerfen und wieder einzuholen, gibt es noch eine andere Variante(mir geht es häufig so).
Eine Laufposenmontage(20gr. Tragkraft),75cm Vorfach mit 0,20-0,25er Damyl(auf jeden Fall mit einer Tragkraft bis 10Kg.) und einen Drilling(Größe 7-10). Den Heringsfetzen in der Größe eines Daumen schneiden
und so anbringen, daß die eine Hälfte am Haken angebracht ist und die andere Hälfte sich im Wasser bewegen kann. Genial ist es, wenn die Wasseroberfläche leichte Wellen schlägt und eine mäßige Strömung vorherrscht.
Mit der Strömung kann man, ohne was zu tun, einen größeren Radius abfischen.